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19.06.10 11:54 Alter: 77 days

Die Linke. Friedberg rechnet mit Beruhigung der Gemüter nach Bau der WKAs

Kategorie: DIE LINKE. Friedberg

Von: Sven Weiberg

Widerstand gegen Bauwerke war reiner Kulturkampf. Stadtwerke sollen den Bau weiterer Windkraftanlagen prüfen.

Nun hat das Regierungspräsidium also den Bau von drei Windkraftanlagen bei Bruchenbrücken genehmigt. Wir rechnen vor diesem Hintergrund mit einer deutlichen Beruhigung der Gemüter im nächsten Jahr, wenn die Anlagen erstmal gebaut. Die reale Beeinträchtigung, die sich für die Menschen in Ober-Wöllstadt und Bruchenbrücken ergibt, ist äußerst gering. Der Widerstand, der sich im Verein „Lebensraum Wetterau e.V.“ formiert hat, war anscheinend ein reiner Kulturkampf. Wäre es den GegnerInnen wirklich um den mit dem Bau verbundenen Eingriff in die Natur gegangen, hätten Sie auch gegen die geplante Umgehungsstraße von Wöllstadt protestieren müssen.

Wir hoffen sehr, daß die Firma Abo-Wind nun auf Schadensersatzforderungen an die Stadt Friedberg verzichtet. Die Stadtverordnetenversammlung hatte auf Druck der Windkraftgegner mit einer rechtswidrigen Verhinderungsplanung den Bau der WKAs verzögert. Die Linke hat sich stets konsequent gegen dieses Vorgehen ausgesprochen.

Die Anhöhe bei Ober-Wöllstadt ist nicht die einzige Stelle in der Friedberger Gemarkung, die sich für Windkraftanlagen eignen könnte. An der Bahnlinie Friedberg-Rosbach gibt es weitere Abschnitte mit ausreichend Wind in entsprechender Höhe. Dieser Standort hätte auch den Vorteil mindestens 1500 m von der nächsten Wohnbebauung entfernt zu liegen. Das ist etwa doppelt so weit wie die Anlagen die nun gebaut werden.

Wir fordern daher die Stadtwerke dazu auf, diesen Standort ernsthaft zu prüfen. Unser Ziel ist dabei auch, daß die Gewinne aus dem Betrieb der WKAs der Stadt Friedberg und Ihren Einwohnern zugute kommen. Dies halten wir für sinnvoller als die Konten privater Investoren zu füllen.