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22.03.10 18:43 Alter: 166 days

Die Friedberger Linke will mit dem Bau der Fauerbacher Teilortsumgehung abwarten.

Kategorie: DIE LINKE. Friedberg

Von: Etling, Heinrich

Die Initiativen der BürgerInnen sind ausdrücklich zu begrüßen, was auch die der Pro und Kontra zur Umgehung betrifft.

 

Die Meinungsbildung im Ortsverband Die Linke Friedberg ergab: Vernunft soll vor Emotion stehen.

Die Menschen stehen im Fokus der Überlegungen einer solchen Baumaßnahme . Koexistenz von Mensch und Umwelt dürfen nicht vernachlässigt werden.

Das Verkehrsaufkommen wird durch Umgehungen nicht reduziert, sondern nur an vermeintlich günstigere Orte verlagert.

Unter Anerkennung des Individualrechtes am Straßenverkehr, will Die Linke keinerlei Einschränkungen für die Menschen. Dennoch ist das Ziel, Vermeidung von Straßenbauten und hin zu öffentlichem Nahverkehr, welcher auch akzeptabel angeboten wird.

Darin ist Umwelt-und Klimaschutz zu sehen.

Das Vorhaben der Fauerbacher Umgehung ist wohl unbestritten ein schwerwiegender Eingriff mit Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Nirgends in Europa ist die Besiedlung und Zersiedlung so dicht wie in Deutschland.

Dem gegenüber steht die Belastung der an wohnenden Menschen in Fauerbach, die gemindert werden soll.

Die in Betrieb genommene B 3a sowie die im Bau befindliche Ortsumgehung Dorheim werden zur Verkehrsreduzierung in Fauerbach führen.

Des weiteren wird inzwischen die Görbelheimer Hohl und das Gewerbegebiet FB Süd als Zu-und Abfahrt in Richtung B 3 und A5 angenommen und genutzt.

Die Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung in Fauerbach sind vielfältig (Geschwindigkeitsreduzierung,Anliegerverkehr,Gewichtsbegrenzung,Park buchten,Fahrbahnteiler, u.v.m.) und sollen genutzt werden.

Der vorgesehene Kreisel ist angebracht, in seiner Größe (31 m) und Lage nicht optimal.Die Zahlen der nach den Maßnahmen zu erwartenden LKW werden eher niedriger sein, so dass weniger auch mehr sein kann.Nicht nachvollziehbar und daher abzulehnen bleibt, die Beanspruchung von Flächen jetziger Wohn-und Geschäftshäuserbebauung (Metzgerei Herold).Hier werden städtebauliche Sünden begangen, die durch Nutzung des unbebauten Grundstückes der ehemaligen Zuckerfabrik, vermieden werden können.Den Kreisel dorthin zu verlegen ist planerisch keine hohe Anforderung und kostenneutral.

Die geschätzten Kosten von zur Zeit 5 Millionen Euro mit Friedberger Beteiligung von ca. einer halben Million Euro,stellen bei der aktuellen Haushaltslage in Stadt und Land,eine enorme Belastung dar. Andererseits, in Anbetracht der dreistelligen Milliarden für die Schutzschirme der Finanz-und Wirtschaftskrise, sind hier keine Bedenken, dass kein Geld da sei für ein solches Objekt.

Nach derzeitigem Stand ergibt sich für Die Linke FB folgende Position.

Die jetzt im Bau befindlichen und schon abgeschlossenen Straßenbaumaßnahmen in und um Friedberg sind den VerkehrsteilnehmerInnen zu eröffnen. Nach einem angemessenem Zeitraum der Eingewöhnung die Veränderungen feststellen und mit den BürgerInnen objektiv wie subjektiv bewerten.

Ein Diskurs unter Beteiligung von BürgerInnen zum Thema öffentlicher Nahverkehr, Schwerverkehr, Individualverkehr in Beziehung zu Umwelt-und Klimaschutz wird ausdrücklich gewünscht und unterstützt.